Behandlungsmethode: Triggerpunkt-Therapie

Unsere Ausführungen und unsere praktische Vorgehensweise folgen der Grundlagenliteratur zu dieser Methode (Literaturhinweise siehe unten). Dort finden Sie auch eine tiefergehende Darlegung der Methode, der Wirksamkeit und die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntisse.

Rückenschmerzen haben zu 90% Ursachen, die man weder auf Röntgenaufnahmen erkennen, noch durch Magnet-Resonanz-Tomografie („Kernspin“) aufklären kann. Die bei diesen technisch aufwändigen Untersuchungen gefundenen Verschleißveränderungen an den Wirbelgelenken und Bandscheiben verursachen nur in seltenen Fällen tatsächlich oder unmittelbar auch die verspürten Schmerzen. Zahlreiche Publikationen und auch die Leitlinien Kreuzschmerz beschreiben dies. Sehr häufig finden sich dagegen schmerzhafte muskuläre Triggerpunkte als aktuelle Auslöser der Beschwerden (siehe unten). Einmal gefunden, können diese mit verschiedenen Methoden therapiert werden. Es lassen sich erfolgreich Manuelle Therapien, wie die Chiropraxis oder die Methode nach Dorn, lokale Infiltrationen, die so genannte Therapeutische Lokalanästhesie (TLA) oder die stimulierende Nadel-Akupunktur am Schmerzpunkt einsetzen. Für den Patienten besonders schmerzarm sind die Behandlungen mit Tiefenlaser oder auch mit radiärer Stoßwelle.

Die häufigsten Ursachen chronischer Kreuzschmerzen sind muskulärer Natur. Ausgelöst durch verschiedenste Gründe, wie Haltungsfehler, mangelnde Bewegung, einseitige Belastung, muskuläre Fehlbalancen, tatsächliche Überlastung, Störherde im Zahn- und Kieferbereich, störende Narben usw., kommt es zu Muskelverspannungen und –verquellungen. Diese sind an sich schmerzhaft und können im chronischen Verlauf zur Entwicklung von so genannten myofaszialen Triggerpunkten führen.

Trigger sind Zentren erhöhter Reizbarkeit, vornehmlich in Muskel- und Sehnengeweben, führen lokal zu Schmerzen und können aber auch Übertragungsschmerzen, bzw. Ausstrahlungsschmerzen in entfernten Körperregionen verspüren lassen, die dann häufig irrtümlicherweise als Nervenschmerzen (z.B. Pseudo-Ischias) interpretiert werden.Bahnbrechende Erkenntnisse und Literatur hierzu haben uns Janet Travell und David Simons gegeben. Eine sorgfältige und kompetente, körperliche und manuelle Untersuchung, kann meist schon zwischen Ausstrahlungsschmerzen / Triggerpunkten und echten Neuralgien unterscheiden.

Verblüffend sind dann die Behandlungserfolge bei lange bestehenden Schmerzen. Nach Eintritt von Schmerzfreiheit, ist eine funktionelle manuelle Diagnostik angezeigt, um therapeutische Maßnahmen einzuleiten, die ein Wiederauftreten der Beschwerden verhindern.

Literatur:
Travell und Simons, "Handbuch der Muskel-Triggerpunkte 1 + 2", zwei Bände, erschienen bei Urban & Fischer 2001