Behandlungsmethode: Applied Kinesiology

Unsere Ausführungen und unsere praktische Vorgehensweise folgen der Grundlagenliteratur zu dieser Methode (Literaturhinweise siehe unten). Dort finden Sie auch eine tiefergehende Darlegung der Methode, der Wirksamkeit und die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntisse.

Applied Kinesiology – wenn Muskeln antworten
Angewandte Kinesiologie ist ein spezieller Muskeltest, der versteckte Krankheitsursachen aufdecken kann. Es handelt sich um eine ganzheitlich medizi- nische Methode, in deren Mittelpunkt die Einheit von Körper, Seele und Geist (Triad of Health) steht. Es wird ein System aus einzelnen Muskeln getestet, die bestimmten Organen und dem Meridiansystem der Akupunktur zugeordnet sind. Zur Diagnose führen Veränderungen im Reaktionsverhalten dieser Muskeln durch Reize (Testsubstanzen) oder therapeutische Maßnahmen.
Mit Hilfe des Muskeltests können Aussagen über Störungen und Belastungen getroffen werden, die sich mit klassischen schulmedizinischen Diagnoseverfahren nicht erfassen lassen.
Es kann aber auch die für den Patienten wirkungsvollste Therapieform, sei es nun Akupunktur, Chirotherapie, Homöopathie, Entgiftungsmethoden, Vitamine und Schutzstoffe (z.B. als Orthomolekulare Therapie) gefunden werden.

In vielen Fällen beendet die Applied Kinesiology eine schmerzhafte und erfolglose Odyssee des Patienten von einem Arzt/Therapeuten zum Anderen und zahlreiche misslungene Behandlungsversuche.

Einerseits erfordert diese Methode ein umfassendes ganzheitliches Wissen, ande- rerseits können rasch, klar und einfach Therapien gefunden werden, die den Körper stärken und die Belastung ausgleichen. Unverträgliche Nahrungsmittel, Pilzbelastungen des Darmes, Schwermetallbelastungen der Zähne, Fehlhaltungen der Wirbelsäule und der Gelenke und belastete innere Organe lassen sich ebenso feststellen.
Wann soll ein Test mit Applied Kinesiology durchgeführt werden?
· Bei chronisch wiederkehrenden Schmerzzuständen wie Gelenks- und Wirbelsäulenschmerzen
· Bei chronischer Müdigkeit, depressiver Verstimmung, Schlafstörungen
· Bei chronischen rezidivierenden Infekten
· Bei Magen-Darm-und Verdauungsproblemen
· Bei Zahn-und Kieferbelastungen
· Bei Migräne und chronischen Kopfschmerzen

Geschichte der Applied Kinesiologie
Die Applied Kinesiology wurde cirka 1975 von George Goodheart, einem ameri- kanischen Chiropraktiker, entwickelt. Dieser stellte fest, dass es Zusammenhänge zwischen Organen, Muskeln und Akupunktur-Meridianen gibt. Die Kraft eines Muskels kann z.B. durch Drücken eines bestimmten Akupunkturpunktes verän- dert werden. So sind über festgestellte Störungen in den Meridianen Rückschlüsse auf kranke Organe möglich .

Die Schüler Goodheart´s spalteten sich in zwei Gruppen. Für medizinische Berufe wurde von einer Studiengruppe Goodheart ´s das international College of Applied Kinesiology (ICAK) und die internationale Ärztegesellschaft für Applied Kinesiology (IÄAK) gegründet. Zur IÄAK gehören Ärzte Zahnärzte, Physiotherapeuten und Angehörige anderer medizinischer Fachgruppen. Link

John Thie, ebenso ein Schüler Goodhardt´s entwickelte Touch for Health, eine für Laien gedachte Methode, um über Muskeltests energetische Dysbalancen zu erkennen und zu lösen. Aus Touch for Health ist eine inzwischen unübersehbare Zahl von Methoden hervorgegangen, die den Muskeltest als Instrument zum Feststellen energetischer, emotionaler oder geistiger Blockaden verwenden, wie z. B. Psychokinesiologie, Health-Kinesiologie, Neuralkinesiologie, Edu-Kinesiologie.

Der wesentliche Unterschied besteht in der Art des Testens. Während bei Touch for Health nur auf Stärke und Schwäche eines Muskels getestet wird, wird bei der Applied Kinesiology auch der blockierte (hypertone) Muskel berücksichtigt. Die Ergebnisse werden dadurch wesentlich genauer.

Wichtig ist, dass man die AK nicht im strengen Gegensatz zu den eingeführten und bewährten schulmedizinischen Diagnoseverfahren, wie z.B. Röntgen, MRT, Elektrokardiographie (EKG), Elektroenzephalographie (EEG), Labortests usw., son- dern als sinnvolle und in vielen Fällen notwendige Ergänzung betrachtet

Literatur:
Wolfgang Gerz, Lehrbuch der Appilied Kinesiology in der naturheilkundlichen Praxis, Akse 2001