Behandlungsmethode: Arthrosetherapie mit Hyaluronsäure

Unsere Ausführungen und unsere praktische Vorgehensweise folgen der Grundlagenliteratur zu dieser Methode (Literaturhinweise siehe unten). Dort finden Sie auch eine tiefergehende Darlegung der Methode, der Wirksamkeit und die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntisse.

Hyaluronsäure Injektionen zur Arthose-Therapie
Bei von Arthrose betroffenen Gelenken bewährt sich seit Jahren die Therapie mit speziell aufbereiteter Hyaluronsäure. Mittlerweile können viele Gelenke des Körpers mit dieser wirksamen Therapie behandelt werden. D.h. neben den Knie- und Hüftgelenken ist es auch möglich, beispielsweise das Schultergelenk, Wirbelgelenke (Facettengelenke bei Spondylarthrose), das Sprunggelenk oder die Kiefergelenke zu behandeln. Durch die Weiterentwicklung der Präparate kann Hyaluronsäure nun auch bei chronischen Schleimbeutelentzündungen (Bursitis) und Sehnenansatzreizungen (Tendinosen) beispielsweise im Schulter-, Ellenbogen und Hüftbereich zur Anwendung gebracht werden. In der Fachliteratur wird der Nutzen der Therapie kontrovers diskutiert, dies soll hier nicht verschwiegen werden. In Magazinen wird dazu allerdings regelmäßig die Meinung von Gelenkchirurgen zitiert, die verständlicherweise mehr ihrer Methode und der Operation vertrauen, die auch ab einem gewissen Stadium der Arthrosekrankheit leider oft genug das letzte Mittel der Therapie darstellt. Wer aber die Grundidee der Wirksamkeit von Hyaluronsäure Injektionen genauer nachlesen möchte, dem empfehle ich folgenden Link..

Hyaluronsäure
Im gesunden Gelenk spielt Hyaluronsäure eine entscheidende Rolle in der Knorpelernährung und als Hauptbaustein der Gelenkschmiere. Bei der Arthrose ist das Stoffwechselgleichgewicht (Homöostase) im Gelenk gestört und es läuft eine Kette von Entzündungsreaktionen ab, die den Knorpel und die Gelenkflüssigkeit dauerhaft schädigen. Mit der Injektion des natürlichen Knorpelbausteins Hyaluronsäure direkt in das betroffene Gelenk kommt es bei den meisten Patienten (ca. 80%) zu einer besseren Gelenkfunktion und einer deutlichen Schmerzlinderung. Dies wird über die Wiederherstellung einer funktionierenden Gelenkflüssigkeit erreicht. Gelenkoperationen können vielfach vermieden oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden, schmerzfreie Gelenke steigern die Lebensqualität (Literatur und Zahlen hierzu z.B. bei Ostenil®).

Therapieablauf
Üblicherweise werden bei der Hyaluronsäure-Therapie, je nach verwendetem Präparat, 3-5 Injektionen jeweils in wöchentlichem Abstand vorgenommen. Bei Bedarf kann die Injektionsserie nach 6-12 Monaten, und auch mehrfach wiederholt werden. Die Injektion an sich ist schmerzarm (vergleichbar mit einer Blutabnahme). Zusätzlich kann auch ein Lokalanästhetikum mit verabreicht werden. Die exakte Kanülen-Position wird bei Hüft- oder Wirbelgelenken mittels Sonografie kontrolliert. Das Verfahren ist arm an Nebenwirkungen und wird unter sorgfältigen hygienischen Bedingungen durchgeführt. Wir verwenden überwiegend das Präparat Ostenil®